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Friday, August 12, 2022

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Ehe & Partnerschaft in Deutschland

In Deutschland zu heiraten ist in der Regel ein ziemlich einfacher Vorgang, bei dem die erforderlichen Unterlagen bei Ihrem örtlichen Standesamt eingereicht werden. Ihr Heiratsantrag kann jedoch komplizierter werden, wenn entweder Sie oder Ihr Partner aus einem Nicht-EU-Land stammen oder einer von Ihnen schon einmal verheiratet war. In Deutschland können nur Standesämter rechtsgültig heiraten, unabhängig davon, ob auch eine kirchliche Trauung geplant ist.

Voraussetzungen für eine Eheschließung in Deutschland
Bevor Sie überhaupt mit dem Papierkram beginnen können, müssen Sie folgende Kriterien erfüllen, um in Deutschland heiraten zu dürfen:

Sie sind noch nicht verheiratet.
Sie sind über 18 Jahre alt (16 mit Zustimmung der Eltern).
Sie wollen keinen Blutsverwandten heiraten.
Sie leben seit mindestens 21 Tagen in Deutschland.

Antrag beim Standesamt
Der erste Schritt zu Ihrer deutschen Hochzeit ist die Antragstellung beim Standesamt, bei dem entweder Sie oder Ihr Partner gemeldet sind. Dies sollte mindestens einige Monate vor Ihrer geplanten Eheschließung erfolgen, damit Sie genügend Zeit haben, alle erforderlichen Unterlagen zu sammeln und einzureichen. Wenn Sie alle Ihre Dokumente eingereicht und genehmigt haben, müssen Sie innerhalb von sechs Monaten heiraten, sonst riskieren Sie, den Prozess von vorne beginnen zu müssen.

Sie müssen vorab einen Termin vereinbaren, insbesondere wenn einer von Ihnen kein deutscher Staatsbürger ist. Sie müssen beide persönlich zu dem Termin kommen, wo sie Sie durch den Prozess und die genauen erforderlichen Dokumente führen werden. Dies hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrer Staatsangehörigkeit und der Rechtsauslegung Ihres Bundeslandes ab. Gegebenenfalls müssen Sie Ihre Dokumente auch von einem vereidigten Übersetzer ins Deutsche übersetzen lassen. Die Gesamtkosten variieren daher je nach Komplexität Ihres Falls zwischen 60 und 600 Euro. Die erforderlichen Dokumente können eine beliebige Anzahl der folgenden umfassen:

Gültiger Ausweis wie Reisepass oder Personalausweis (kein Führerschein)
Geburtsurkunde (ausgestellt in den letzten sechs Monaten), Original oder beglaubigte Kopie mit Namen der Eltern.
Ehefähigkeitszeugnis, erhältlich bei Ihrer zuständigen Auslandsvertretung oder Botschaft.
Einkommensbescheinigung, die Sie bei Ihrem Arbeitgeber erhalten oder selbst ausfüllen und von einem Steuerberater unterschreiben lassen, wenn Sie selbstständig sind.
Wenn Sie verwitwet sind, Original (oder beglaubigte Kopie) der Sterbeurkunde Ihres verstorbenen Ehepartners.
Wenn Sie geschieden sind, eine beglaubigte Kopie des Scheidungsurteils. Wenn die Ehe nicht von einem deutschen Gericht geschieden wurde, muss das Scheidungsurteil möglicherweise von den Behörden in Deutschland genehmigt werden; Möglicherweise müssen Sie auch eine Erklärung des Gerichts einholen, das die Scheidung ausgesprochen hat, dass sie nicht angefochten werden kann.
Wenn einer von Ihnen minderjährig ist, eine von einem gesetzlichen Vertreter (Elternteil oder Erziehungsberechtigter) vor einem Notar abgegebene Erklärung zur Zustimmung.
Meldebescheinigung, aus der hervorgeht, dass Sie sich länger als drei Wochen in Deutschland aufhalten.
Wenn Sie kein deutscher oder EU-Bürger sind, ein gültiges Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis.

Hochzeitszeremonie

Die Zeremonie wird im Standesamt durchgeführt. Wenn Sie möchten, können Sie darauf eine religiöse Zeremonie oder einen Empfang anschließen, dies hat jedoch keine rechtliche Wirkung. Standesämter verfügen in der Regel über mehrere verschiedene Räume, zwischen denen Sie wählen können, je nach Ihren Vorlieben und der Anzahl der Gäste, die Sie einladen möchten. Sie müssen nicht unbedingt Gäste oder Zeugen haben. Sie können die Trauung auch in einer anderen Gemeinde abhalten, müssen dies aber mit dem Standesamt der Gemeinde vereinbaren, in der Sie gemeldet sind.

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